Life goes on and on...

TAG 1

"Liebst du mich denn nicht mehr?"
"Ich weiß es nicht, ganz ehrlich.. und ich weiß nicht, ob ich das so weiterführen möchte.."

Meine Augen nehmen die Buchstaben wahr, doch bis die Bedeutung meinen Verstand erreicht vergehen Minuten. Mein Herz setzt für eine Sekunde ausw, ich vergesse zu atmen, mir wird heiß und kalt zugleich, ich glaube ich muss mich übergeben. Mein Kopf brummt, ich spüre meinen Herzschlag bis in die Zehenspitzen. Das kann alles nicht wahrsein. Irgendwas habe ich übersehen, irgendwas habe ich verpasst, das kann einfach nicht gerade passieren. Nicht schon wieder.
Ich renne in mein Zimmer, weil ich vor meiner Familie nicht zusammenbrechen möchte. Ich schreibe und lösche wieder, schreibe und lösche wieder. Es ist sowieso alles zu spät, denke ich mir. Was kann ich denn schreiben, was diese Situation retten könnte? Rein gar nichts! Ich starre eine Ewigkeit auf seinen Text und schreibe das einzige, was in diesem Moment stimmte: "Mir fehlen die Worte"
Er lässt mich nicht lange auf eine ANtwort warten: "Das glaub ich dir, das auch zurecht." Wer bist du? Wie kann dich das so kalt lassen, während bei mir gerade eine Welt zusammen bricht? Hast du in der ganzen Zeit nicht ein bisschen wenigstens geliebt? Warst du nie glücklich mit mir? Wie kannst du all das schöne was wir miteinander hatten mit einem Schlag vergessen und so kalt werden? Waren all deine Worte, all deine Versprechungen, all die Hoffnungen und Träume nichts als leere Worte?
Ich will nichts mehr hören, deine kalte Art macht mir Gänsehaut und verletzt mich unendlich. Er nimmt die ganze Schuld auf sich, nicht ich sei das Problem sondern er. Als ob das mich trösten könnte. Ich weiß genau, er kann mir diese Worte nicht ins Gesicht sagen. Dazu ist er nicht in der Lage. Er weiß genau wie ich, dass er dann von unserer Magie eingenommen wird, wie es bei mir auch immer passiert und er wird keinen Gedanken mehr an Trennung verschwenden. Doch dazu hat er keinen Mut! Nach all dem was wir miteinander erlebt haben, sieht er es nicht für nötig mir diese Sachen ins Gesicht zu sagen.
Ich soll ihn nicht mit meinem Kindergarten nerven, er hätte mir nichts mehr zu sagen. Das wars also? All unsere Träume in fünf Minuten über Whatsapp zunichte gemacht? Soviel war ich dir Wert also? Soviel war dir unsere Beziehung wert? Ich kann es einfach nicht fassen, ich weiß nicht wohin mit mir. Ich versuche regelmäßig ein- und auszuatmen, ich versuche meinen Puls zu normalisieren, ich stehe kurz vor einer Ohnmacht, aber das werde ich nicht zulassen. Er hat mich seelisch schon zerstört, ich werde nicht zulassen, dass er mich körperlich auch Schaden zufügt. Er wäre es Leid mir immer weh zu tun. Ironie des Schicksals dass er mir in dieser Sekunde einen Schmerz bereitet, den sich niemand vorstellen kann.
Er könne sich nicht mit mir treffen, da er es nicht abhabe, wenn ich anfinge zu weinen. Er will das tatsächlich wieder alles über Whatsapp beenden. Er zieht es allen Ernstes durch. Ich komm mir vor wie im falschen FIlm, ich weiß nicht was ich sagen soll, ich bin sprachlos, mir fehlen die Worte. Das kann es doch nicht gewesen sein. Das kann es einfach nicht gewesen sein. Jede Beziehung hat ein Ende, wenn es dazu verurteilt ist, aber das ist kein Ende. Das kann nicht das ENde sein.
Dieses Mal will er mich auch noch blockieren, damit ich ihn nicht mehr erreichen kann, so wie es beim letzen mal war. Mir bricht das Herz. Die Tränen nehmen schon lange seine Lauf und ich kann nichts dagegen unternehmen. "Dann los" sage ich und warte auf den endgültigen Schlussstrich... aber es tut sich nichts. Nach 5 Minuten warten sende ich erneut Fragezeichen, doch es passiert nichts. Er blockiert mich nicht, weder auf Whatsapp, noch wo anders. Alles beim alten. Ich warte weitere 30 Minuten bis ich es nicht mehr aushalte und ihn anrufe. Er geht ran und macht mich am Telefon fertig, warum ich ihn einfach nicht in Ruhe lassen kann. Ich schreie zurück, dass er seine Worte in die Realität umsetzen soll, dass ich nicht mehr warten kann, dass er uns beide vom Schmerz erlösen soll. Doch er schreit wie ein wilder und ich verstehe nicht einmal was er sagt.
Ich lege auf. Doch mein Herz ist in tausend Scherben zersprungen. Mir gehen millionen Gedanken durch den Kopf. Ein Leben ohne ihn ist unvorstellbar für mich. Wie kommt man mit diesen Schmerzen klar?

12.12.15 14:10

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